Die Kirchgemeindeversammlung findet alljährlich am dritten Donnerstag im März statt. So auch am 20. März 2026 im Singsaal der Oberstufe Fischingen. Der Kirchenpräsident Martin Widmer durfte an diesem Abend 65 Stimmberechtigte und viele Gäste begrüssen. Der musikalische Auftakt und das Schlussbouquet wurde von Peter Baumann an der Zugposaune gestaltet und mit grossem Applaus quittiert.

Kirchenpräsident Martin Widmer führte souverän und informativ durch die stimmige Versammlung. Die Traktandenliste konnte ohne nennenswerte Unterbrechungen abgearbeitet werden. Einleitend meinte Widmer, die Kirchgemeinde würde nach Abschluss der beiden Pfarrei-Fusionen nun in ruhigeren Wassern fahren, wenn da nicht der neue Zusammenschluss der vier Pfarreien Aadorf, Fischingen, Sirnach und Wängi zur Katholischen Kirche Hinterthurgau wäre. Im Verlaufe des Abends erfuhr man dazu dann mehr.

Der Finanz-Block mit Jahresrechnung, Beschlussfassung der Gewinnverteilung und Budget mit Steuerfuss von 24 % wurde einstimmig und ohne Wortmeldung angenommen. Die Rechnungsführerin, Andrea Blöchlinger, welche diesen Block vorstellte, zeichnet sich mit Kompetenz und Fachwissen aus. Seit August 2025 führt sie parallel auch die Finanzen der neu gegründeten Katholische Kirche Hinterthurgau. Diese zeigt sich bereits in den Rechnungen der vier Kirchgemeinden.

Der Zusammenschluss der vier Pfarreien zu einem Pastoralraum muss rechtlich abgesichert sein. So mussten die Stimmbürger an diesem Abend auch über eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen den vier beteiligten Kirchgemeinden abstimmen. Der Kirchenpräsident informierte über die wichtigsten Punkte und stellte den Kosten-Verteilschlüssel vor. Dieser wird nach Anzahl Kirchbürger und nach Steuerkraft aufgeteilt. Auch dieses Traktandum wurde gutgeheissen.

Danach folgten Informationen aus Kirchgemeinde und Pfarrei. Petra Mildenberger und Pater Gregor gaben einen Rück- und Ausblick über das Pfarreileben in der Katholischen Kirche Hinterthurgau. Sie erzählten von lebendigen und vielfältigen Anlässen und Projekten und legten den Anwesenden die laufenden Visionsabende unter dem Thema „Gott in unserer Mitte – Quelle und Feuer“ ans Herz.

Martin Widmer informierte über den positiven Abschluss der Pfarrkirchen-Renovation und stellte die Schlussabrechnung vor. Alle Arbeiten konnten unfallfrei abgeschlossen werden, alle Rechnungen sind bezahlt und Kostenbeteiligungen von Landeskirche, Gemeinde und Denkmalpflege überwiesen. Das im Vorfeld bewilligte Budget musste nicht ausgeschöpft werden, was natürlich sehr erfreulich ist. Ein weiterer Punkt waren die Mutationen und die Behördenwahlen, welche am 10. Mai 2026 anstehen. Erfreulich ist, dass alle Chargen der Behörden abgedeckt sind. Martin Widmer war die Erleichterung anzumerken, als er der Versammlung einen kompetenten Nachfolger für das Präsidium vorstellen konnte, dies in der Person von Martin Schönenberger aus Oberwangen. Somit kann eine vollständige Wahlliste erstellt werden.

Ein spezieller Moment war die Verabschiedung der vier scheidenden Kirchgemeinderäte. Sie wurde von den verbleibenden Amtskolleginnen und -kollegen vorgenommen. Dabei war der gute Teamgeist und die gegenseitige Wertschätzung sehr gut zu spüren. Die herzliche Verabschiedung war nicht nur für die Geehrten rührend.

Der anschliessende, reichhaltige Apéro gab Gelegenheit für ein gemütliches Beisammensein mit angeregten Gesprächen und Austausch.

Claudia Widmer

Kirchgemeinderat
Quelle: cw/kf
Kirchgemeinderat, es fehlen Susanna Lautenschlager und Claudia Vogel